Mustersendung schweiz

Auf dem europäischen Kontinent entwickelt sich eine stärkere staatliche Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu einem Trend, insbesondere in Osteuropa. In Polen haben die seit Ende 2015 an der Macht sindden Konservativen den öffentlich-rechtlichen Sender TVP gezwungen, sich der Politik der regierenden PiS-Partei zu unterwerfen. Das gesamte TVP-Exekutivorgan wurde durch Parteitreue ersetzt, und etwa 200 unabhängige Journalisten verließen den Sender. Polen ist nicht das einzige Land, in dem die freie und unabhängige Berichterstattung unter Druck geraten ist, wie das Pressefreiheitsranking 2017 der NGO “Reporter ohne Grenzen” zeigt. Sie stellt fest, dass die Pressefreiheit in 61 der 180 aufgeführten Länder abgenommen hat, darunter in Ländern wie Frankreich, Spanien, Portugal und Italien. Die Schweiz liegt in der Weltrangliste zwei Jahre in Folge auf dem siebten Platz. In Deutschland wird häufig kritisiert, dass politische Interessen in den Vorständen öffentlich finanzierter Rundfunkanstalten vertreten sind. In Frankreich kontrolliert die Regierung die öffentlichen Medien nicht, sondern kann sie stärker unter Druck setzen, Geld zu sparen, was Zustellungen von Qualität schaffen kann. Prasar Bharati wird in erster Linie vom Staat finanziert und verdient keine Lizenzgebühr. Sie generiert einige eigene Einnahmen, auch wenn sie weit hinter ihrem Haushaltsbedarf zurückbleibt. So belief sich der Staatliche Zuschuss an Prasar Bharati in den Jahren 2016/17 auf 3156 Kronen (488,3 Mio.

CHF). Im selben Jahr betrug der Gesamtumsatz von DD und AIR nur INR1282 crore (CHF198.4 Mio.). In den letzten Monaten gab es einen Vorschlag, Prasar Bharati zu korporieren, und dies könnte Auswirkungen auf das Finanzierungsmodell des Senders haben. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben eine kulturelle und Nachrichtenverantwortung zu erfüllen. Ihre Nachrichten und Talkshows gelten bei den Deutschen nach wie vor als die zuverlässigste Informationsquelle im Mediendschungel. Lokale Radio- und Fernsehsender in der Schweiz haben Anspruch auf 4% der Lizenzgebühr pro Jahr (ca. 50.000.000 CHF für 2007). Die Zahl der subventionierten Fernsehveranstalter ist auf 13 begrenzt, einer für jedes ausgewiesene Deckungsgebiet. Außerdem darf der Supportanteil 50 % der Betriebskosten jedes Netzes nicht überschreiten.

[1] Die privaten Rundfunk- und Fernsehsender auf nationaler Ebene sind große Gruppen von Unternehmen, von denen einige international sind (wie Mediaset, Prisa und El Mundo), spanische Verlage (wie Vocento und Goda) und die katholische Kirche. Sie werden hauptsächlich aus Werbeeinnahmen finanziert. Prasar Bharati, Indiens öffentlich-rechtlicher Sender, wurde 1997 durch ein Gesetz des Parlaments gegründet. Sie betreibt die nationalen Fernseh- und Radiosender Doordarshan (DD) und All India Radio (AIR). Es wird vom Prasar Bharati Board verwaltet, der mit der Erfüllung des gesetzlichen Auftrages des Senders betraut ist, die Öffentlichkeit zu informieren, zu erziehen und zu unterhalten und gleichzeitig Ideen der nationalen Integration zu fördern. In Italien wird derzeit über die Lizenzgebühr diskutiert. Diese unpopuläre Steuer finanziert 70% der Radio- und Fernsehprogramme des staatlichen Senders RAI. Und wie stellen Die Aufseher sicher, dass die Gebühren tatsächlich bezahlt werden? In Japan zahlen nur 70 bis 80 % der Menschen. Dies macht einen großen Unterschied in den Budgets der japanischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, da sie keine Werbung tragen dürfen. Die Vereinigten Staaten haben eine lange Tradition des rein kommerziellen Rundfunks, wobei die staatliche Unterstützung für Medien erst in den 1960er Jahren entstanden ist. Amerikanische öffentliche Medien sind nicht von einer Lizenzgebühr abhängig, sondern von direkten Staatlichen Mitteln an die Corporation for Public Broadcasting (CBP).

Diese unabhängige Agentur wiederum finanziert einen Teil der Budgets von öffentlichen Mediensendern wie lokalen PBS- (Fernsehen) und NPR-Partnern (Radio). Dieses System ist inzwischen gut etabliert und erfreut sich einer Unterstützung in der Bevölkerung von etwa 70 %.